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Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung beteiligte sich das Immanuel Haus Molkenberg am 05.05.2026 gemeinsam mit dem Netzwerk Inklusives Fürstenwalde an einem Protestmarsch mit anschließendem Protestfest in Fürstenwalde.

Rund 300 Menschen zogen mit Plakaten, Musik und Wortbeiträgen durch die Stadt, um ein deutliches Zeichen für Inklusion, Teilhabe und Gleichstellung zu setzen. Im Zentrum der Stadt, am sogenannten „Stern“, fand eine Kundgebung statt, bei der auf die Rechte und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung aufmerksam gemacht wurde.

Im Anschluss wurde im Fürstenwalder Hof ein buntes Protestfest gefeiert. Initiiert vom AWO Mehrgenerationenhaus erwartete die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm mit musikalischen und künstlerischen Beiträgen zahlreicher Fürstenwalder Schulen und Vereine.

Auch 25 Bewohnende des Immanuel Haus Molkenberg waren vertreten. Gemeinsam wollten sie sichtbar machen: Menschen mit seelischer Behinderung sind ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft.

Besonders bewegend war die Rückmeldung eines Bewohners nach der Veranstaltung:
„Ich war das erste Mal auf einer Demo. Es hat mir richtig gut gefallen und es hat sich sinnvoll und wichtig angefühlt.“

Diese Worte zeigen, warum solche Aktionen so bedeutsam sind. Niemand sucht sich eine Behinderung aus. Insbesondere seelische Behinderungen — dazu zählen psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen — können jeden Menschen treffen und das bisherige Leben grundlegend verändern.

Die Assistenzleistungen des Immanuel Haus Molkenberg, sowohl in der besonderen Wohnform als auch im ambulanten Dienst, ermöglichen individuelle Unterstützung, gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. Diese Leistungen sind unverzichtbar.

Teilhabe darf kein Privileg sein — sie ist ein Menschenrecht.

Deshalb gingen am 05.05.2026 in über 30 Städten Deutschlands sowie europaweit Menschen mit und ohne Behinderung auf die Straße, um sich für Gleichstellung einzusetzen. Gleichzeitig wurde auf aktuelle politische Einsparungsvorschläge aufmerksam gemacht. Besonders die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe bereiten vielen Betroffenen große Sorgen.

Aktuell kann weiterhin eine Petition an den Deutschen Bundestag unterzeichnet werden, die fordert, keine Kürzungen in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen vorzunehmen.

Der Protestmarsch und das Protestfest waren ein starkes Zeichen für Solidarität, Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Bitte geben Sie Ihre Unterschrift und Unterstützung gern bis zum 25.052026 unter folgendem Link ab:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.nc.html

Mehr Informationen über das Immanuel Haus Molkenberg.

Impressionen